Bioimpendanzanalyse (BIA)
Energie ist lebenswichtig. Menschen verbrauchen tagtäglich Energie, egal, ob wir sitzen, laufen oder schlafen. Lebenserhaltende Aktivitäten des Körpers wie Herzschlag, Blutzirkulation oder Atmung müssen mit entsprechender Energie aus der Nahrung aufrecht erhalten werden. Nahrungsenergie wird auch als Brennwert bezeichnet. Eine gebräuchliche Maßeinheit für diesen Wert ist die Kilokalorie (kcal). Umgangssprachlich wird diese oft zur Kalorie verkürzt.
Unser täglicher Kalorienbedarf entspricht idealerweise der Kalorienzufuhr, die unser Körper braucht und verbraucht - also ein Einklang aus Bedarf - Zufuhr - Verbrauch. Eine bedarfsgerechte Energiezufuhr ist demnach ein zentraler Punkt für die Gesundheit und Leistungsfähigkeit. Wenn die Kalorienzufuhr den Verbrauch übersteigt, wird dieses Zuviel an Energie vom Körper als Fett gespeichert. Die Folge ist Übergewicht. Umgekehrt, wenn sich die Zufuhr beständig unter dem eigenen angemessenen Kalorienbedarf befindet, können körperliche Mangelerscheinungen die Folge sein.
Die augenscheinliche Unterscheidung kranker oder gesunder, adipöser oder mangelernährter Personen erscheint oft einfach. Äußerlichkeiten geben allerdings nicht immer Aufschluss über die Details, die letztlich gesundheitliche Risiken für die Betroffenen bergen können.
Um Fragen zu beantworten / Zweifel zu beseitigen, führe ich in meiner Praxis BIA-Messungen durch.
Bei einer Bioimpendanzanalyse bzw. BIA-Messung handelt es sich um ein wissenschaftlich anerkanntes Diagnoseinstrument, das Aufschluss über die Körperzusammensetzung (Körperwasser, Körperfett, Muskelmasse, fettfreie Masse bzw. Magermasse, Knochen- sowie Zellmasse) und den Ernährungszustand gibt. Anhand der Ergebnisse der BIA lassen sich die Gesamtenergie- und Flüssigkeitszufuhr sowie ein adäquates Verhältnis aus Kohlenhydraten, Eiweißen und Fetten errechnen, um den obig genannten Folgen entgegenzuwirken.
Ablauf
Die Messung erfolgt im Liegen und dauert ca. 5 Minuten. Es werden jeweils zwei Elektroden an Hand- und Fußgelenk der dominanten Körperseite angebracht. Anschließend wird ein schwacher Wechselstrom in Höhe von 0,8mA bei einer Frequenz von 50kHz durch den Körper geleitet. Aus dem Widerstand, den der Körper dem Wechselstrom entgegensetzt, kann man Messwerte ableiten, mit welchen die Körperzusammensetzung aufgeschlüsselt wird.
Die Daten der BIA-Messung werden umgehend über eine Software ausgewertet und gemeinsam besprochen.
Die Messung ist frei von Strahlen und absolut schmerzfrei.
Für wen ist eine BIA-Messung geeignet?
Personen, die allgemein an einer Optimierung des Ernährungszustands (Sportler:innen, Gesundheitsbewusste, Übergewichtige, Mangelernährte, etc.) interessiert sind.
Für Träger:innen von Herzschrittmachern und Schwangere ist die Impendanzanalyse NICHT geeignet.
Voraussetzungen und wichtige Hinweise:
Essen Sie nicht unmittelbar vor der Messung – zwischen Mahlzeit und Messung sollte ein Abstand von 2-3 Stunden sein.
Trinken Sie nicht unmittelbar vor der Messung – zwischen der letzten Flüssigkeitsaufnahme und der Messung sollte ein Abstand von einer ½ - 1 Stunde sein. Bitte nicht mehr als 0,5 Liter in der letzten Stunde vor der Messung trinken.
Der letzte Alkoholkonsum sollte 24 Stunden zurückliegen.
Kommen Sie möglichst bei jedem Termin unter den gleichen Voraussetzungen – Essens- und Flüssigkeitsaufnahme sollte immer die gleiche sein.
Bitte entleeren Sie Ihre Blase vor der Messung – eine volle Blase beeinträchtigt das Messergebnis negativ.
Kein Sport unmittelbar vor der Messung – optimal wäre 24 Stunden vor der Messung keine schweißtreibende Tätigkeit. Mindestens aber 2-3 Stunden vor der Messung keine übermäßige sportliche Betätigung durchführen.
Bitte verwenden Sie keine Hautcreme vor der Messung – das Ergebnis kann sich dadurch verfälschen.
Die letzte Blutspende sollte nicht in den Zeitraum der Messung fallen.
Erkrankungen wie beispielsweise Magen-Darm-Infekte oder Grippe, die unmittelbar vor oder bei einer BIA-Messung vorlagen oder -liegen, können Fehler in der Bestimmung der Körperzusammensetzung hervorrufen.